TV 1864 Altötting e.V. – Tischtennis

Meine Heimat, meine Liebe, mein Verein

Die Tischtennisabteilung in Coronazeiten

„Wer Geduld sagt, sagt Mut, Ausdauer und Kraft.“
Marie von Ebner-Eschenbach

Die Coronakrise wird von Zeitungen oft als schlimmste Krise seit über 100 Jahren tituliert. Eigentlich ist es unfassbar, dass so ein kleines Virus, das nicht einmal den Status eines Lebewesens innehaben darf, die gesamte Menschheit in solch gravierendem Ausmaß in eine Zeit der Ungewissheit stürzt. Geschäfte sind geschlossen, teilweise sogar dauerhaft, kein Licht brennt mehr in sonst so gerne besuchten Bars und Restaurants und auch die Turnhalle, in der wir so viele wertvolle Stunden verbracht und zahlreiche Erinnerungen gesammelt haben, ist menschenleer.

Kein Geräusch quietschender Hallenschuhe ist zu hören, kein harmonisches Klock, wenn ein kleiner weißer Tischtennisball auf einen Schläger trifft, kein Lachen, wenn einmal mehr ein schier unmöglicher Glückstreffer ezielt wird. Nur Stille. Und der Staub, der sich in all den Monaten angesammelt hat, in denen niemand die Tischtennisplatten auf- oder abgebaut hat.

Die Ankunft der Coronapandemie in Deutschland ging an unserer Tischtennisabteilung bis auf einzelne Nachrichtenberichte im Fernsehen harmlos vorüber. Die „Patientin Null“ reiste am 19. Januar von China nach München. Innerhalb kürzester Zeit verbreitete sich das Virus schließlich, weitere Einreisende brachten das Virus mit sich – und während unser Alltag beinahe unbemerkt in Gefahr geriet, spielten wir an Trainingsabenden die Bälle munter hin und her, ohne auch nur zu ahnen, dass das bald für einen längeren Zeitraum Geschichte sein würde.

Am 13. März war es dann so weit: alles wurde schrittweise dichtgemacht. Der Lockdown. Katastrophenfall in Bayern. Die letzten Trainings wurden eingestellt. Am 20. März folgte dann die erste Ausgangsbeschränkung und die Kontaktbeschränkungen.

Das war’s dann auch mit Tischtennis – zumindest im gewohnten Stil. Ein paar Vereinsmitglieder sind mit einer Tischtennisplatte innerhalb der eigenen vier Wände und teilweise auch mit einem Tischtennisroboter ausgestattet. Neben dem Training alleine konnte nach ersten Lockerungen dann auch ein Spielpartner eingeladen werden – eine erste Möglichkeit, zumindest wieder einen Hauch des schon lange nicht mehr erlebten Tischtennis-Feelings wieder aufleben zu lassen.

Nach den Sommerferien waren endlich die ersten Trainings in der Turnhalle wieder möglich. Aber eins fehlte: ein Coronakonzept. Aber auch hier fand die Abteilung trotz unterschiedlicher Meinungen quer durch die Bank dank der Geduld und der Ausdauer einiger Akteure zu einer Lösung, die wir alle sehr geschätzt haben. Viel verändert hat sich nicht. Die „paar“ Regeln, die nun einzuhalten waren, haben den Trainingsbetrieb kaum beeinflusst. Bei den Ligaspielen hingegen musste fortan auf die Doppel-Partien verzichtet werden, was sehr schade war. Aber immerhin Tischtennis!

Schließlich holte uns am 16. Dezember wieder die Realität ein: der zweite Lockdown. Seitdem konnte zwar kein Training mehr stattfinden, aber sobald es wieder zu Lockerungen kommen wird, wird auch die Abteilung wieder aufleben. Wir haben die Coronazeit trotz eines ersten Dämpfers aufgrund der Kontaktbeschränkungen gut überstanden. In unseren WhatsApp-Gruppen wird fleißig geschrieben, manche von uns verabreden sich zum gemeinsamen Online-Computerspielabend und – sobald es wieder erlaubt ist – werden auch sicher wieder die ein oder anderen Treffen zwischen einzelnen Abteilungsmitgliedern zustandekommen, wie es bereits nach der ersten Lockerung der Fall war.

Ich für meinen Teil kann es kaum erwarten, dass die Halle wieder aufmacht, und ich weiß, dass wir mit so vielen engagierten und verantwortungsvollen Abteilungsmitgliedern schnell eine Lösung finden werden, wie wir unser geliebtes Tischtennis wieder ausüben und unsere Türen wieder für alle Altöttinger öffnen können – komme, was wolle.

47. Tischtennis Stadtmeisterschaft

Die Tischtennis-Stadtmeister 2018 (v. l.): Michael Schmidtgall, Dalibor Nehmet, Florian Jordan, Simon Schreieder.

Ein Kampf zwischen Jung und Alt

Am 26. und 27. Oktober 2018 fand die 47. Altöttinger Stadtmeisterschaft im Tischtennis statt, welche ein
🔥🔥🔥iges Spektakel für alle Tischtennisbegeisterten aus dem Ort dar stellte. Trotz einem Rückgang der Teilnehmerzahlen, der leider in den letzten Jahren zu einem Trend geworden ist, ist die Qualität des Turnieres gleich geblieben – wenn nicht sogar gestiegen. Überraschenderweise nahmen die Spieler unserer Jugendmannschaften den Kampf mit unseren alteingesessenen Herren auf – mit nicht abstreitbarem Erfolg – aber dazu gleich mehr.

In spannenden Schlagabtauschen wurde die Doppel-Konkurrenz der Herren am Abend des 26.10. ausgespielt. Hier die
erste Überraschung: 16 Teilnehmer (sechs davon aus unserer Jugend!) waren mit von der Partie – und dieses Jahr war
alles sehr ausgeglichen. Die Herren der ersten Mannschaft nahmen sich Partner aus unserer Jugend, während die an-
deren meist mit Mannschaftskollegen spielten. So gab es kein Doppel, das ernsthaft unterlegen gewesen wäre. Im K.O.-
System setzten sich Puzik/Kohlhas und Jordan/Wist durch, welche dann im Finale aufeinandertrafen. Nach einer
Wahnsinnsleistung hieß das Siegdoppel JORDAN/WIST – reinster Gehirnkatabolismus für alle Zuschauer bei solch ei-
nem Spielniveau. Glückwunsch!

Und dann kam der Samstag… am Vormittag des 27.10. nahmen nur acht Jungen unseres Vereins an der Jugend-Doppel-
Stadtmeisterschaft teil. Traurig, aber wahr. Das Doppel Kriegl/Betschinger belegte den vierten Platz – aber angesichts des-
sen, dass beide erst seit dieser Saison aktiv im Verein spielen, kann man von einer durchaus ordentlichen Leistung sprechen.
Der dritte Platz ging an Schmidtgall/Werner – gegen die Doppelpaarungen aus der ersten Jungen-Mannschaft konnten sich
die beiden trotz hartem Kampf leider noch nicht durchsetzen. Schließlich trafen Ehm/Wist und Schreieder/Antwerpen, die
vier besten Jugendspieler, im Finale aufeinander. Hier konnte jeder von sich überzeugen, aber zum Schluss konnte es nur ei-
nen Sieger geben – so hieß der Stadtmeister im Jugend-Doppel EHM/WIST! Gratulation!

Auch die Einzelkonkurrenz der Jugend war ein Kampf, obwohl die Sieger aufgrund der geringen Teilnehmerzahl schnell fest-
standen. Alle Spieler aus den Doppelpaarungen der Jugend nahmen hier teil. Es wurde aufgeteilt in zwei Leistungsklassen –
Jungen I (Spieler der ersten Mannschaft) und Jungen II (Spieler der zweiten und dritten Mannschaft). Insgesamt gab es wenige
Überraschungen, aber als die Spieler aufeinandertrafen, konnte man deutlich sehen, dass sich im Training ein ähnlich hohes
Niveau unter den Mannschaftskollegen eingependelt hat. Eine tolle Leistung der Betreuer! Bei den Jungen I war fast schon ein
Knistern in der Luft zu spüren, so hoch war hier der Ehrgeiz. Letzten Endes war es aber SIMON SCHREIEDER, der die Nerven
bewahrte und knapp den Titel des Stadtmeisters ergattern konnte. Bei den Jungen II setzte sich MICHAEL SCHMIDTGALL
(aus der dritten Mannschaft!) gegen seine Konkurrenten durch und darf sich jetzt völlig verdient Stadtmeister nennen.

Am Nachmittag waren endlich die Herren dran! Ein einziger Spieler, DALIBOR NEHMET, hatte sich für die Konkurrenz Herren
Einzel Passiv gemeldet – und wurde damit kampflos Stadtmeister. Kurzerhand wurde er dann aber zusätzlich bei den Herren Ein-
zel Aktiv mit eingetragen, wo er sich dann auch an der Platte beweisen durfte. Die Aktiv-Einzel-Konkurrenz wurde aufgrund der
großen Teilnehmerzahl (die Jugendspieler wollten auch hier zeigen, dass sie fleißig trainiert haben) in Herren I und Herren II un-
terteilt. Die Herren II – Konkurrenz, in der die Jugendspieler auch mitspielten, war sehr ausgeglichen. Jung gegen Alt, Erfahrung
gegen hartes Training. Letzten Endes ging SIMON SCHREIEDER (aus der Jugend) als Stadtmeister der Herren II hervor – sehr
überraschend, aber bei einer solchen Leistung mehr als verdient. Bei den Herren I gab es hingegen wie jedes Jahr klare Favoriten –
diesmal waren es Florian Jordan und Christian Zieglmaier. Obwohl es ihnen nicht leicht gemacht wurde, standen die beiden dann
doch im Finale, wo FLORIAN JORDAN schließlich die Platte als Stadtmeister verlassen durfte.

Alles in allem war die Tischtennis-Stadtmeisterschaft ein Erfolg in den Augen der Abteilung. Es ist toll, zu sehen, wie stark die Jugend
in den letzten Jahren geworden ist. Alle ziehen an einem Strang. Es wird viel für unseren Nachwuchs getan (besten Dank an dieser
Stelle an Florian Jordan, der sich mit vielen Ideen einsetzt) und der Ehrgeiz der Spieler ist einfach unfassbar. Wer also eine Sportart
sucht, bei der es ihm um Teamgeist, Engagement und Spaß geht, der ist bei uns in der Tischtennis-Abteilung genau richtig. Jeder
kann innerhalb der Trainingszeiten (Dienstags und Freitags ab 18 Uhr) bei uns reinschnuppern – ob jung oder alt, Profi oder An-
fänger – ihr seid bei uns herzlich willkommen!

 

Stadtmeister ’17: Florian Jordan

TVA Tischtennis Altötting

Die strahlenden Altöttinger Tischtennis-Stadtmeister 2017 Wolfgang Sellner und Abteilungsleiter Werner Riedl(vl): Christian Schmid, Florian Jordan, Ricardo Antwerpen und Simon Schreieder

Bei der Siegerehrung am Samstagabend im Graminger Weißbräu kürte Tischtennis-Abteilungsleiter Werner Riedl den 46. Altöttinger Stadtmeister Florian Jordan(Foto, 2.vl).  Der junge Altöttinger spielt in der ersten Mannschaft des TVA in der Kreisliga und konnte sich im Finale gegen Christian Zieglmaier klar mit 3:0 durchsetzen. Norbert Kneissl konnte mit seiner Familie Astrid, Marina und Julian, die ebenfalls schon allesamt schon Stadtmeister waren, aufgrund eines Trauerfalls nicht zur Titelverteidigung antreten. Wie Abteilungsleiter Riedl bedauerte, sei auch dies ein Grund für die vergleichsweise schlechte Beteiligung in diesem Jahr: nach erfreulichen 41 Teilnehmern im vergangenen Jahr, mangelte es in diesem Jahr vor Allem an nicht dem Verein angehörenden Herausforderern. Die Damenwertungen mussten aufgrund zu weniger Meldungen gar komplett entfallen.

Bei den Männern traten in zwei Jugend- und zwei Erwachsenenwertungen sowie im Doppelturnier immerhin 26 Herausforderer gegeneinander an. Los gings bereits am Freitag mit der Entscheidung im Doppel, die Christian Zieglmaier und Robert Betschinger gewannen. Das Jugend-Doppel entschieden Simon Schreieder mit seinem Partner Samuel Köberlein für sich. Zur Eröffnung der Einzelwertungen am Samstag waren auch Bürgermeister Herbert Hofauer und Sportreferent Stephan Antwerpen gekommen. Nach einem anstrengenden Turniertag konnte sich bei den Herren II Christian Schmidt im Finale gegen Wolfgang Sellner behaupten. Altöttings zweiter Bürgermeister, der diese Wertung im vergangenen Jahr für sich entscheiden konnte, war aber keineswegs traurig über die Finalniederlage und freute sich vielmehr über die gute Nachwuchsarbeit in der Tischtennisabteilung.

Denn auch bei der Jugend gab es bis zu den Finals packende und spannende Spiele in der Sporthalle der Weiß-Ferdl-Schule. Am Ende gewann Simon Schreieder gegen Josef Wrist. Die Wertung „Jugend II“ konnte der talentierte Ricardo Antwerpen klar für sich entscheiden. Der Gymnasiast hält zwar erst seit knapp zwei Jahren einen Tischtennisschläger in der Hand, er konnte diesen Umstand aber durch viel Trainingsfleiß gut kompensieren. Neben Pokalen und schönen Urkunden verlosten die Veranstalter anschließend noch drei City-Card Gutscheine.

Im nächsten Jahr wird die Stadtmeisterschaft voraussichtlich wieder im November stattfinden. Wie Schriftführer Gottfried Oswald meinte, sei der Versuch, die Stadtmeisterschaften an den Saisonbeginn zu koppeln, offensichtlich nicht geglückt. Der Eröffnungstag des Altöttinger Kirta hielt sicherlich weitere Teilnehmer fern.


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